Einmal durchs Minenfeld bitte

Nokia Maps… upps sorry Here Maps sind cool Allerdingendings ist mir während der täglichen Benutzung doch einiges an Lustigkeiten aufgefallen. Da müsste vielleicht noch geschraubt werden…

Nokia ist ja das Böse an sich. Und Microsoft, ha Microsoft! Hach je, das pure, totale Dunkle. Google ist nicht evil, Apple cool und überhaupt alle anderen wie Samsung ganz tool Nur Nokia und Microsoft sind die Beherrscher des Bösen. So, nachdem das erwartbare Bashing jetzt bereits von mir abgefeiert wurde, können wir weitermachen:

Nokia Maps, verdammt here Maps auf dem Lumia 920 ist cool. Super angepasst, super geschmeidig, super toll schick. Nur halt nicht perfekt. Einige Brüller:

ja, ich lebe in einer Gegend in der Häuser eine Seltenheit und Straßen nunmal recht crazy gebaut sind. Ist für here Maps eine Herausforderung. Doch die ungerührte Mitteilung, dass ich doch jetzt bitteschön “auf die Mittelspur wechseln” solle, habe ich dann doch nicht eingehalten. Nein Nein, liebe Anwendung. Obwohl … Platz wäre ja – sobald die Autobahn kommt. Irgendwann mal.

 

Auch schön: Ich möchte wieder zur Heimatadresse zurück. Also sage ich here Maps, dass ich zurück will. Ich kenne die Gegend und wundere mich, dass das Navigationsapp die ca 15 Meter entfernte Auffahrt zur Bundesstraße, die mich geradewegs zu meiner Heimatstadt führen würde ignoriert. Neugierig (hey, vielleicht weiss die Software ja etwas, was ich jahrzehntelang übersehen habe?!) folge ich der schlecht ausgebauten Holperpiste, die fast parallel (!) zur B71 entlang führt, diese sogar einmal kreuzt. Spätestens hier hätte here (was ein Wortspiel) die Chance gehabt, alles wiedergutzumachen. Nix is – es geht in den tiefen Wald.

Im Winter ist das in der ländlichen Gegend, die ehemals Grenzgebiet war, ein echter Knaller. Rumpel, Holper, Knall-Peng (meine Stoßdämpfer haben bereits die Gewerkschaft eingeschaltet) und ZACK trete ich aber flugs wie nix auf die Bremse. Aber ganz fix:  Denn inmitten malerischer deutscher Bäume steht ein Schild wie dieses:

Und das ist kein Witz – in der Region ist einer der größten militärischen Übungsplätze in Deutschland. Ungläubig schaue ich mein Navi an – ja, here Maps wollte mich komplett durch das gesamte Gelände führen, schnurstracks durchs Minenfeld. Hmm, nein. Tut mir leid. Knips, App ausgemacht, umgedreht und der Bundesstraße gefolgt.

 

Und dann noch die Sache mit der Logik. Denn gute Navisoftware erkennt, wenn ein Ziel zwar von der räumlichen Anordnung durch eine Route näher scheint, durch die Straßenverhältnisse aber weiter weg ist. Ich fuhr von B nach A, erkannte dann aber (ungefähr in der Mitte des Fahrweges, der da noch rund 45 Kilometer betrug) dass ich noch nach C wollte. C liegt rund 6 Kilometer von A weg, ist aber auf der Linie von B Richtung A nicht zu erreichen. Die Software führte mich also, logischerweise, in Richtung C – doch da es von meinem Standort aus keine anderen Wege gab außer nach B oder einen Umweg, gab es von here Maps den Umweg (in der Grafik in Rot). Das würde allerdings bedeuten, dass ich einen deutlichen Umweg in Kauf nehmen musste – laut Navi-Software wurden aus 45 km nach B plötzlich 68 km (!) nach C (und vor dort sind es, wie gesagt rund 6 km nach A).

Here Maps hätte also erkennen müssen, dass es mehr Sinn macht, erst nach B zu fahren, um von dort nach C zu reisen, statt mich über diesen Umweg zu schicken. Auch wenn es von der Progammlogik her Sinn machte, über C nach B zu kommen (da ja das Zwischenziel C höhere Priorität erhielt). Resultat: Das Navi ausgeschaltet und ohne gefahren… war billiger und schneller.

 

Ja, ich weiss here Maps ist ausdrücklich noch als BETA gekennzeichnet. Daher werfe ich das der Software gar nicht vor, sondern wollte das nur erwähnen. Hätte das auch gerne mal an Nokia geschrieben, dann auch gerne mit Straßenbezeichnungen und noch mehr Infos, wie beispielsweise auf einer schnurgeraden Bundesstraße, die laut Navisoftware auf einmal aufhörte und eine andere Bundesstraße begann (war natürlich nicht so), aber nunja. Keine Ahnung, wie man da die here Maps-Leute erreicht.

Die Software hat auf jeden Fall Potenzial und ich kenne jemanden, der diese Software in einer Großstadt einsetzt und keine Probleme hat. Tja, auf dem Land wird halt jeder wahnsinnig – Menschen und Handy-Navis ^-^.

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Ein Gedanke zu „Einmal durchs Minenfeld bitte

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