Nachtrag: AdBlock kommt bei Golem wieder ON

Die Aktion AdBlock aus ist eine bemerkenswerte Aktion. Zeigt sie doch auch nicht daran Interessierten, wie eng Verlage miteinander verbandelt sind. Und wie eng die Kommunikationswege sind, bevor sie beim Konsumenten aufschlagen. Und sie zeigt die Macht der Masse. Denn, das ist jetzt schon abzusehen, das Ziel haben die Macher nicht erreicht.

Gefühlsmässig (ich habe keine Zahlen dafür) werden eher Einträge geschrieben, die für den Einsatz eines AdBlockers plädieren als das dieser wirklich auf den genannten Seiten abgeschaltet wird. Ich habe ihn auf Golem.de abgeschaltet. Die im Text zitierten Einschränkungen und das Verständnis haben mich dazu bewogen, den Golem-Leuten dahingehend meinen Respekt auszusprechen, dass ich eben meinen Werbeblocker deaktiviere.

Das ging auch so lange gut, bis ich mal einen Text auf Golem.de wirklich lesen wollte und nicht nur die Anreisse überflog…

Die Aktivierung des AdBlockers auf Golem.de war dann eine Sache von Sekunden.

Nun kann jeder mit Fug und Recht sagen: Was regt der sich so auf? Da gewöhnt man sich dran. Stimmt. Ich war auch daran gewöhnt. Als Heavy-User seit 1998 hat man jeden Quark gesehen und mitgemacht. Aber warum muss ich mich daran gewöhnen, wenn es anders geht? Eine ganz gemeine Frage, ich weis. Immerhin geht es um Einnahmen, um die Zukunft des Journalismus… aber hey, schieben wir doch mal diese riesigen moralischen Keulen die immer geschwungen werden beiseite.

Warum muss ich mich heute an blinkende, vom Text ablenkende Flashbanner gewöhnen? Warum sollte ich das, wenn es einfach Lösung dagegen gibt? Warum soll ich mit einem Modem surfen, wenn es DSL gibt? Warum soll ich eine 17” Röhre nutzen, wenn ich einen 24” TFT haben kann? Kann man nicht vergleichen, sagt da eine? Wenn es um die Frage des Komfortgewinns geht, doch dann kann man das sehr wohl vergleichen.

Und da fühle ich mich von Golem etwas verarscht. Im Text liest sich das so lieb und nett. Aber diese Werbebanner blinken, sie blitzen auf, sie haben endlos laufende Pfeile als Animation.

Die rot markierten Flächen im obigen Bild haben eine Animation, die deutlich auf Aufmerksamkeit aus ist. Das ist bei Werbung nichts Neues, ich weiss. Aber sie NERVT. Sie lenkt vom Text ab. Das gelb markierte stört mich überhaupt nicht. Das kann man klicken, wenn es interessiert. Oder halt drüberlesen. Aber diese nervigen, verzweifelt um Aufmerksamkeit heischenden Animationen der beiden rot markierten Banner sind ätzend.

Im TV kann man umschalten. Es gibt technischen Lösungen um Werbung zu blockieren. Die Ad-Industrie ist also einfach mit ihrem kreischenden, jaulenden Klimbim ins Netz umgezogen. Doch au weh, auf einmal gibt es technischen Lösungen, die auch dort blockieren. Das ist ein schwieriger Spagat, der Firmen richtig Geld kostet, ich weis. Aber der Komfortgewinn, die Lesbarkeit der Seiten, die schnellen Ladezeiten – wen ihr verloren habt, holt ihr nicht mehr wieder. Und wenn die Telekom sowieso ihre Flatrates in VolumenRates umwandelt, was ja definitiv bis Ende 2018 durch sein soll, ist ein Werbeblocker für alle Kunden der T-Com fast schon Pflicht. Da können die Verlage mal bitte schön nachdenken.

Aber zurück zu Golem.de Die selbe Seite mit einem Werbeblocker:

Noch Fragen?

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