AKIRA

Eigentlich reicht obige Überschrift. Aber der Blogeintrag von These Nerds hat mich dann doch dazu getrieben, etwas zu Akira zu sagen. Obwohl es doch eigentlich nichts mehr zu sagen gäbe…

These Nerds hat sich mit Akira beschäftigt. Und obwohl ich die Wortwahl nicht in allem unterstütze (“flowed”? Ich kenne Ex-Kollegen, die hätten hier schon mit Tastaturen geschmissen), so bleibt eines zu sagen:

In einem hat der Artikel Recht. Nämlich in der Gesamtaussage (^-^): AKIRA hat alles verändert.

Und das schreibe ich, während ich auf meine sechsbändige, telefonbuchdicke (und ja, das ist kein Spruch) aufwändige schwarz-weiß-Ausgaben von Carlsen aus dem Jahre 2000 blicke. Diese sechs Bände mit je rund 400 Seiten schwarz-weißem, purem Storytelling, sind in einem Reigen des Nerd-Krams, das ich habe, das unbestrittene Zentrum.

Von daher freute es mich schon, von Akira bei These Nerds zu lesen. Und es machte mich traurig. Traurig, dass es scheinbar nur sehr wenige Werke gibt, die diesen Impact wiederholen können. Traurig, dass die Animation eines Animes von 1988 (!) mit gut 80 Prozent der aktuellen Produktionen nicht nur den Boden wischt, sondern sie auch noch zum Trocknen raushängt. Und nein, CGI-Gedöns, das heute dank minimaler Kosten von Trainees realisiert wird, zählt nicht! Von der Qualität des Mangas gar nicht zu reden – jedes Panel ist dort ein Gedicht an Details, Aussage und Wirkung.

Ghost in the Shell (der 1 Film) wäre vielleicht noch in dieser Preisklasse zu nennen. Aber der Manga (sowie der Film) Akira, der wird wohl auf lange Zeit ungeschlagen bleiben.

Natürlich spielt der Kontext eine Rolle, die Zeit in der man diese Mangas gelesen, den Anime gesehen hat. Man mag vermuten, man sei anderes gewohnt, sei damals schlicht einfacher zu begeistern gewesen. Nun, Freunde von mir haben Akira 2009 das erste Mal gesehen und nein, sie sind keine Animations-Fans. Sie konnten wenig sagen, direkt nach dem Film. “Hammer”, war der knappe Kommentar. Erst einige Stunden danach erschlossen sich Zusammenhänge, wurde Dinge deutlich. Und dann sagten sie, das sei ein “wirklich beeindruckender Film” gewesen. Und sie würden unbedingt mehr von dieser Güte haben wollen.

Von daher komme ich zu meinen Eingangsworten: Es gibt eigentlich nichts mehr zu sagen, über Katsuhiro Otomos Werk. Es ist einfach… AKIRA

Advertisements
Getaggt mit , , ,

3 Gedanken zu „AKIRA

  1. nerdytom sagt:

    Muss dir vollkommen Recht geben, selten so was gutes aus Japan gelesen. Ich habe mit Manga auch nicht viel am Hut, aber ich besitze die Carlsen Farb Ausgabe von 1991. Der hat mich damals begeistert, und tut es heute noch. Der Film genauso.

  2. […] einst waren. Von Schmuddelkram bis hin zu Kinderkram war da alles vertreten in der Wahrnehmung. Akira hat da sicherlich einen Weg geöffnet (und Plastic Little aufgrund der Animationen *hust* sicher […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s