Nein.

Einfach nur NEIN. Ein lautes, ein wütendes, ein trauriges, ein trotziges Nein. Und während ich das schreibe, habe ich Tränen in den Augen. Vor Wut. Vor Trauer. Und weil ich mich glücklich schätzen konnte, von einem so brillianten, menschlichen Geist beeinflusst worden zu sein.

Und „Menschlich“ ist vielleicht das Wichtigste, was mir da einfällt. Der Wunsch nach Menschlichkeit, der Wille nach einem Miteinander und den Glauben, den brennenden, unbedingten Glauben an dieses nicht fassbare, nicht sichtbare, nicht messbare aber stets fühlbare Ding namens „Menschlichkeit“ – niemand hat es besser beschrieben als Terry Pratchett.

Er war kein Großer, er war kein Genie – er war mehr. Mehr als man sehen konnte. Ich habe geweint, voll Zorn, als ich das „Mitternachtskleid“ las und mit brutaler Wucht offenbar wurde, dass jener Herzog im Buch Pratchett selbst war. Er hat dort bereits davon geschrieben, wie er gehen will. An was er sich erinnern möchte. Es war sein Abschied, sein Goodbye. Und ich war sauer. Sauer, weil dieser Mensch niemals gehen sollte, niemals.

Es ist passiert. Der Mann, der so genial schrieb wie selten jemand und der dazu nicht vergaß, dass das Menschliche zählt, ist tot. Gestorben mit 66 Jahren im Kreis seiner Familie
Und während ich das lese, möchte ich es nicht glauben. Will es nicht.

Leb wohl Terry Pratchett. Ich bin froh und stolz dass ich von Dir beeinflusst wurde. Es hat mich zu einem besseren Menschen gemacht – und das ist vielleicht das Größte, das ein Autor sich erhoffen kann!

Ad Astra Terry Pratchett

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